Séance académique et Concert d’inauguration
No laanger Bauzäit ass et endlech esouwäit, d’Péitenger Museksschoul an de Centre musical et culturel Korus ginn endlech ageweit.
Déi musikalesch Emrahmung vun der Akademescher Sëtzung gëtt vun de Schüler aus der Péitenger Museksschoul aus de Klasse vum Jerry Dahm, Gesine Kolb a Bardo Michaelis assuréiert.
Uschléissend fënnt een exceptionnelle Concert vum Orchestre de Chambre du Luxembourg ënnert der Direktioun vum Fabrizio Ventura statt. Um Programm steet als Highlight d’Holberg Suite vum Edvard Grieg, déi d’akustesch Talenter vun eisem Concertssall wäert en Evidence setzen.
Als Solist um Piano hu mer déi grouss Freed, e fréiere “Rodanger Jong”, de Francesco Tristano dierfen ze begréissen. Hien interpretéiert deen Owend Wierker vum Johann Sebastian Bach, awer och séng eege Kompositiounen, sief et als Solist oder begleet vum Orchestre de Chambre du Luxembourg.
D’Réservatioun vun den Ticketen ass ab dem 14. Februar méiglech!
Francesco Tristano
„Musik ist Musik“. Das antwortete Alban Berg im Frühjahr 1928 in Paris auf die Frage von George Gershwin, warum es keine Unterscheidung gebe zwischen dem, was wir als „ernste“ Musik und dem, was wir als „populäre“ Musik betrachten. Francesco Tristano hat dieses Zitat mit seiner Musik über die letzten zehn Jahre bestätigt. In den Partituren von Johann Sebastian Bach – und unter anderem auch von Frescobaldi, Berio, Buxtehude, Strawinsky und Gershwin – verbindet er Klavier und Synthesizer mit den neuesten Produktions- und Sequenzierungsinstrumenten. Obwohl die Unterschiede zwischen einem Klavierkonzert – oder einer klassischen Partitur – und einem Techno-Track sehr bemerkenswert sind, ob auf Papier niedergeschrieben, auf einen Computer hochgeladen oder als improvisierte Live-Musik; Musik ist Musik, unabhängig von ihrem Stil, elektronisch oder Barock, Dance oder Avantgarde.
Francesco Tristano’s Aufnahmen erfassen ein großes Spektrum. Seine eigenen Kompositionen zeugen von rhythmischem Experimentieren, abstrakten Texturen und sind ein einzigartiges Gefühl von Freiheit. Obgleich es wie eine widersprüchliche Arbeitsweise erscheint, nahezu bipolar, gibt es tatsächlich eine sehr direkte – wenn auch hauchdünne – Beziehung, die Bach mit Techno-Musik verbindet; die Rhythmusfiguren, die Harmonie und Ordnung, die man bei Bach findet, sind in der Techno-Musik sehr lebendig.
Francesco Tristano vollendet die Synthese dieser beiden Sprachen: digitale Virtuosität und ungewöhnliche elektronische Texturen.
Im Jahr 2017 unterzeichnete Tristano einen Exklusivvertrag mit Sony Classical, was eine neue Phase seiner Karriere als Aufnahmekünstler einläutete. Seine erste Veröffentlichung unter diesem Vertrag war „Piano Circle Songs“, das im selben Jahr erschien. Diese Sammlung von Stücken würdigt sein Interesse an französischen impressionistischen Komponisten und zeigt seinen innovativen Ansatz, das Klavier als kreatives Werkzeug zu nutzen.
Mit dem Album „Tokyo Stories“ (2019) zollte er Japan Tribut und fing die einzigartigen Atmosphären und persönlichen Erfahrungen ein, die er über die Jahre bei seinen Besuchen in diesem Land als Künstler gesammelt hatte.
Sein Album „On Early Music“, das im Februar 2022 veröffentlicht wurde, widmet sich der Musik der Renaissance und des Frühbarocks. Es enthält Werke von Komponisten wie Girolamo Frescobaldi, Orlando Gibbons, John Bull und Peter Philips sowie eigene Kompositionen Tristanos, die von der Stilistik des Barocks und der Renaissance inspiriert sind.
Während er weiterhin weltweit sowohl als Pianist als auch als Künstler der elektronischen Musik auftritt – sei es in Konzertsälen oder auf experimentellen und Tanzmusikfestivals – bleibt Francesco Tristano fest in seiner Leidenschaft verwurzelt, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden.
Und doch nimmt am Rande des Horizonts Francesco Tristanos großes Lebensprojekt, das er nie aufgeben wird, weiter Gestalt an: Johann Sebastians Bachs ganzes Repertoire aufzunehmen. 2023 gründete er sein eigenes Label intothefuture, auf dem er noch im selben Jahr begann, Bachs Gesamtwerk zu veröffentlichen – beginnend mit den Englischen Suiten und gefolgt von den sechs Partiten im Jahr 2024.
Wie Berg sagte, „Musik ist Musik“, und Bach wird immer da sein, weil er der einzige Schöpfer war, der sie jemals transzendiert hat.
Orchestre de Chambre du Luxembourg
Das Orchestre de Chambre du Luxembourg (OCL), gegründet im Jahr 1974, gehört zu den aktivsten und innovativsten Klangkörpern des Großherzogtums. Mit rund vierzig Musikerinnen und Musikern, die ständig nach höchster künstlerischer Exzellenz streben, widmet sich das Orchester dem reichen Repertoire der Kammerorchestermusik – von der Barockzeit bis hin zu zeitgenössischen Werken. Das OCL entwickelte sich insbesondere unter der Leitung von Persönlichkeiten wie Pierre Cao, David Reiland, Jean Muller und Corinna Niemeyer.
Als lokal stark verankertes Orchester tritt das OCL auf allen großen Bühnen Luxemburgs auf: Philharmonie, Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, Cercle Cité, Centres Culturels Régionaux, Escher Theater, Rockhal und viele mehr. Das OCL ist auch international ausgerichtet und wird zu Konzerten in der Großregion und darüber hinaus eingeladen. Zu nennen sind hier die zahlreichen Koproduktionen mit dem Opéra-Théâtre de Metz und das Début des Orchesters an der Opéra Comique de Paris mit L'Inondation von Francesco Filidei in der Saison 2022-2023.
Das OCL tritt sowohl mit luxemburgischen als auch mit internationalen Künstlern auf, sowohl mit aufstrebenden als auch mit etablierten. In den letzten Spielzeiten wurde es von Dirigenten wie Leonhard Garms, Duncan Ward, Marie Jacquot, Chloé van Soeterstède, Naomi Woo oder Joseph Bastian geleitet und begleitete Solisten wie den Tenor Ian Bostridge, die Geigerinnen Anna Göckel und Alena Baeva, den Klarinettisten Daniel Ottensamer, den Pianisten Joseph Moog oder die Flötistin Hélène Boulègue.
Die immer wieder erneuerte Leidenschaft dieses Orchesters für den Dialog zwischen den Künsten und Genres führt es zu zahlreichen interdisziplinären und originellen Projekten, sei es musikalischer, lyrischer oder choreografischer Natur.
Die Schaffung von Aufführungen mit dem Ballett des Opéra-Théâtre de Metz, dem Chor des Opera Ballet Vlaanderen, dem Spellbound Contemporary Ballet, dem Birmingham Royal Ballet und Nomad the Group veranschaulichen die Vielfalt seiner künstlerischen Zusammenarbeit.
Den Musikerinnen und Musiker des OCL ist es wichtig, ihre Leidenschaft für die Musik mit jungen Menschen zu teilen. Sie tragen dadurch maßgeblich dazu bei, die Exzellenz der Musikausbildung im Land weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang begleitet das OCL jedes Jahr junge, preisgekrönte Künstler und bietet regelmäßig „Side by Side“-Projekte mit den Konservatorien und regionalen Musikschulen des Großherzogtums an. Darüber hinaus ist es Initiator des Anne-und-Françoise-Groben-Preises, eines Wettbewerbs, der jungen luxemburgischen Musikern die Möglichkeit gibt, ihr Talent zu zeigen.
Das OCL dankt dem Kulturministerium, Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend und der Stadt Luxemburg für ihre Unterstützung. Das Orchestre de Chambre du Luxembourg steht unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs.